Sonntag

05-February-12

20:00:00

Filme zu Graffitti

20:00: NEXT: A Primer On Urban Painting (KAN, 2005, 95min)
21:45: Style Wars (USA, 1983, 69min)

@ Nichtraucher_innen-Raum

Der erste Sonntag ist als kleine Einführung gedacht. Die Doku „NEXT: A Primer On Urban Painting” reist einmal quer um die Welt und zeigt die diverse Akteure der Szene. Sehr schön gelungen ist dabei, die verschiedenen Spielarten und Motivationen von Graffiti zu beleuchten. Vom Streetbombing über Trainwriting bis hin zu Ad-Busting ist alles dabei. Auch wird ein Gefühl für unterschiedlichen Styles auf den Kontinenten vermittelt. Ein sehr schön gemachter Überblick! (div. Sprachen mit engl. Untertitel) „Style Wars“ gilt als erste reine Graffiti-Doku überhaupt und führt uns zu den Anfängen in frühen Achtzigern in New York City. Es kommen die ersten berühmten Künstler zu Wort ebenso wie Polizisten und der Bürgermeister. Der Film gibt einen Einblick in die damalige Szene und zeigt aus wie vielen, sowohl sozialen als auch ethnischen Gruppen, sie sich damals zusammensetzte. Ein absoluter Kultfilm! (engl. mit engl. Untertitel)

Sonntag

12-February-12

20:00:00

Filme über Graffitti

20:00: Writers - 20 Ans De Graffiti à Paris (Fr, 2004, 90min)
21:45: 1UP - One United Power (Kreuzberg, 2011, 90min)

@ Nichtraucher_innen-Raum

Paris und Berlin gelten als Graffiti-Hauptstädte Europas, der zweite Abend ist ihnen gewidmet. „Writers” ist die verspätete französische Antwort auf „Style Wars“ und schafft es sehr elegant, zwei Dekaden des Graffiti-Writings in Paris nachzuzeichnen. Von den Anfängen und der starken Beeinflussung durch die US-Szene bis hin zur Entwicklung eines ganz eigenen Styles, der wiederum für Europa prägend wurde. So wird nebenbei auch die Veränderung von Graffiti allgemein deutlich. (franz. mit engl. Untertiteln) Wohl kaum eine Crew ist in Berlin so präsent wie „1UP“. Wer hier lebt noch kein Bild von ihnen wahrgenommen hat, muss blind durch die Stadt laufen. Vor kurzem hat die Crew einen Film produziert, der spektakuläre Aktionen aus den fast zehn Jahren ihres Bestehens zeigt. Die Doku versucht dabei auch, den nicht in der Szene Involvierten zu erklären, warum sie das eigentlich alles machen und was die Geschichten hinter den Bildern bedeuten. Big Up, 1UP!

Sonntag

19-February-12

20:00:00

Filme über Graffitti

20:00: Unlike U (D, 2011, 91min)
21:45: Art Inconsequence - Advanced Vandalism (Ö, 2003, 74min)

@ Nichtraucher_innen-Raum

Der dritte Abend konzentriert sich voll und ganz aufs Trainwriting, das Bemalen von Zügen. Die Doku „Unlike U“ sorgte vor kurzem in Berlin für Aufsehen, wollte die BVG sie doch verbieten oder sich zumindest am Umsatz beteiligen lassen. In ihr kommen einige der bekanntesten Berliner Trainwriter zu Wort und es wird gezeigt, welch akkurate Planung und Dreistigkeit notwendig ist, um Bilder auf rollendem Stahl zu fabrizieren, aber auch, welche Motivation dahinter steckt, Graffitis zu machen, die in der Regel maximal einen Tag halten. Eine der besten Graffitidokus überhaupt! Auch „Art Inconsequence“ beschäftigt sich mit den fahrenden Leinwänden, der Schwerpunkt liegt hier jedoch auf Maler, die Sachen machen, die mit herkömmlichen Graffitis nicht mehr viel zu tun haben. Nicht Style und Buchstaben interessieren diese Menschen, sondern Linien, Flächen oder schlichte Masse. Es wird eine kritische Distanz zum Gepose der Szene aufgemacht. Ein nettes Filmchen!

Sonntag

26-February-12

20:00:00

Filme über Graffitti

20:00: GirlPower (CZ, 2012) (angefragt)
21:45: Infamy (USA, 2003, 91min)

@ Nichtraucher_innen-Raum

In allen vorangegangen Filmen treten Frauen kaum bis gar nicht als Akteurinnen der Szene auf. Graffiti ist anscheinend stark von Chauvinismus geprägt, die Doku „GirlPower“ will das ändern. Sie konzentriert sich auf Frauen in der europäischen Szene und ist die einzige Doku, die das überhaupt macht. Leider ist sie noch gar nicht auf dem Markt und wir versuchen unser Bestes, sie als Deutschlandpremiere in die Tristeza zu holen. Drückt uns die Daumen und schaut sicherheitshalber auf unsere Homepage nach, ob wir es geschafft haben!
„Infamy“ ist dann wieder Machogehabe und führt uns in die USA. Interessante Interviews mit den Größen der Szene dort, die mit Witz und Ernsthaftigkeit von ihrer Obsession erzählen, alles anmalen zu müssen. Ebenso kommen Reinigungsleute und Anti-Graffiti-Einheiten zu Wort. True to the Game!