Für alle daheim und allein gebliebenen, alle Flüchtenden und
Resignierten, alle Seeligen und Konfirmierten, alle Ungläubigen und
Andersgläubigen - und für alle die mit ihrer Familie an Weihnachten
endlich mal richtig auf den Putz hauen wollen: Erst singen, dann tanzen.
Selbstverständlich ohne Weihnachtslieder.
Das HipHop-Austauschprojekt BronxBerlinConnection und Gangway e.V. laden
zu einem HipHop-Abend. Ihr könnt euch selbst davon überzeugen, dass
Jugendliche von den Straßen Berlins mehr zu sagen haben als das, was uns
von den Massenmedien aufgetischt wird. Das Projekt will ausgegrenzten
Jugendlichen eine Stimme verleihen und sie für den "bewussten HipHop"
ohne Gewalt und Sex sensibilisieren.
Das Projekt "BronxBerlinExchange" ist ein HipHop-Austauschprojekt im
Rahmen von Gangway e.V. mit dem 15 sog. "sozial-benachteiligte"
Jugendliche aus Berlin nach New York City fliegen konnten, um dort u.a.
die South Bronx (Geburtsstätte der HipHop-Kultur) zu besuchen, an
Workshops einiger weltberühmter Ikonen des HipHop teilzunehmen,
Jugendliche der South Bronx kennen zu lernen und mit ihnen gemeinsam an
Talentwettbewerben teilzunehmen. Im kommenden Jahr steht ein Gegenbesuch
in Berlin an...
Der Austausch knüpft an die Idee an, dass HipHop als globale
(Jugend)Kultur einer Verständigung zwischen den verschiedenen
Nationalitäten dient.
Der Eintritt zum Konzert ist frei, doch da für das Projekt noch Geld
benötigt wird, bitten wir um Spenden.
"Doch was ich geschrieben, dass weiß ich nicht mehr, und bin überrascht, wenn ichs lese: so seid so gespannt wie auch Ich auf den Koffer, aus dem die Bruchstücke sich winden."
Eine Einladung an alle die Interesse am Mietshäuser Syndikat und dem
Aufbau von Hausprojekten haben. Am Sonntag werden wir (ein paar Leute
der Regional AG des MHS) ab 15 Uhr im Tristeza anzutreffen sein:
Allgemeine Fragen zum Mietshäuser Syndikat ? Du willst mit anderen
zusammen ein Hausprojekt gründen ? Du hast Geld übrig und willst ein
Syndikatsprojekt mit einem Direktkredit unterstützen ? Auf der Suche
nach Leuten für ein neues Projekt ? Dein Hausprojekt sucht
MitbewohnerInnen ?
Kommt vorbei, wir werden versuchen eure Fragen zu beantworten und würden
uns freuen euch kennenzulernen.
Das Mietshäuser Syndikat
* berät selbstorganisierte Hausprojekte, die sich für das
Syndikatsmodell interessierten
* beteiligt sich an Projekten, damit diese dem Immobilienmarkt entzogen
werden
* hilft mit Know How bei der Projektfinanzierung
* initiiert neue Projekte
* sucht Direktkredite für selbstorganisierte Hausprojekte
Der Erlös aus dem Kuchenverkauf an diesem Wochenende (Fr-So) geht an das Projekt.
Der berühmt-berüchtigte Krimi-Autor Horst Bosetzky, bekannter unter dem Kürzel -ky, kommt zu Besuch und bringt Geschichten mit. Aufgewachsen im
Reuterkiez, knapp um die Ecke der Tristeza, besuchte er die
Rütli-Schule. So hat er Lustiges über den Kiez in Petto, liest spannende
Kriminalgeschichten zwischen Pannier- und Ossastraße, erzählt aus der
Familiensaga und plaudert über sein Neuköllner Leben.
-ky wurde geradezu zum Inbegriff des "Sozio-Krimis", der die Leichen nicht zur gefälligen Abendunterhaltung liefert, sondern mit ihnen ausdrücklich aufklärerische Absichten verbindet.
-ky untersucht die sozialen und politischen Zustände in diesem Land und die daraus folgenden psychischen Verletzungen der Menschen. Dabei verleugnet er nicht seinen eigenen politischen Standort, seine Distanz zum herrschenden System.
Die sozialen Analysen und politischen Exkurse sind eingebunden in eine rasante Handlung, die mit Action-Szenen, zynischen Wortwitzen und grotesk überdrehten Situationen gespickt sind.
02.12.2008, 20.30 Uhr
***Das erste Tristeza-Kneipenquiz*** powered by Loveparade-AG-08
"Was haben Loveparade, Kelly Family, Bad relgion und Wu Tang Clan
gemeinsam?"
"Wofür steht das H.P. im Namen des Scooter-Sängers H.P. Baxxter?"
"Unter welcher Bedingung hätte die Band WIZO eingewilligt, den Verkauf
eines T-Shirts, auf dem ein Schwein an einem Kreuz hängt, einzustellen,
gegen den ein Kirchenvertreter klagte?"
Musik der 90er: Grunge, HipHop, Eurodance, Techno, Trash, Pop, Rock,
Metal, Punk, HC...
Kommt in Teams! Kommt pünktlich!
Hauptgewinn: Eine janze Flasche Hausschnaps!
26.11.2008, 20.00 Uhr
Infoabend: Kalkül und Wahn, Vertrauen und Gewalt Von der "Finanzkrise" zum autoritären Staat
Prognosen sind schwierig, vor allem, wenn sie
die Zukunft
betreffen. Gleichwohl: Die Gesellschaft der totalen Konkurrenz ist in
heller
Panik, sie wird sich zersetzen und zerstören. Unmöglich noch kann sie
die
Bedingung der Möglichkeit ihrer eigenen Existenz aus sich selbst heraus
reproduzieren: der vollendet autistische Selbstbezug des Kapitals, die
losgelassene Akkumulation um der Akkumulation willen, die
"Plusmacherei" (Marx)
rutscht ins historische Minus, zerbricht an sich und eben daran, daß
die
Gesellschaftlichkeit der Individuen als Subjekte bloß auf dem
generalisierten
Ausschluß aller durch alle gründet, der, eben in den Formen von Wert,
Geld,
Kapital den totalen Einschluß stiftet, d.h.: die gesellschaftliche
Synthesis
als vollendet negative. Das ist gewiß paradox: die unbedingte
gesellschaftliche
Einheit in der Form des totalisierten Atomismus; ein Paradox jedoch,
das im
Geld dingliche Gewalt annimmt und als "logisches Rätsel" (FAZ)
erscheint.
In der Panik wird sich die falsche Gesellschaft ihres
eigenen
Widersinns inne, allerdings in einer nur noch verrückteren Form, einer
Form,
die das bankrotte Kalkül der Ökonomie vermittels des Wahns der Politik
zu
therapieren verspricht, tatsächlich zu überbieten sucht: der Form eines
paranoiden
Souveräns, der den Triumph des Willens über den kapitalen Sachzwang
beschwört
und so gerade die Angst vor dem Chaos schürt, darin die Flucht nach
vorn
anpeitscht und so auf den autoritären Staat provoziert, auf den
Ausnahmezustand,
d.h. auf die ursprünglich faschistische Situation: denn nichts anderes
ist der
"Preis des Marktes" als das politisch, vermittels des Gewaltmonopols
auf Leben
und Tod erzwungene Opfer der Individuen.
Die Brauseboys sind eine der quirligsten Lesebühnen Berlins. Nichts Menschliches und Unmenschliches ist den sechs Geschichtenerzählern fremd. Stilsicher stecken ihre Texte den Raum ab zwischen ihrem Heimatdorf Wedding, anderen Berliner Provinzen und der Dönerbude am Scheitelpunkt der Dimensionen. BERLIN MIT ALLES eben - ohne den notorischen Berlin-Hype, dafür mit echtem Gespür für Geschichten!
Seit nunmehr fünf Jahren lesen Paul Bokowski, Hinark Husen, Frank Sorge, Robert Rescue, Volker Surmann & Heiko Werning im Stadtteil Wedding - dem "Lagos an der Spree" - ihre Geschichten vor und machen mit furiosen Aktionen von sich reden.
"Hochwertige Kurzprosatexte, präzise Alltagsbeobachtungen und feinsinnige Milieustudien. Das Überzeugendste an diesem Buch ist, dass ausnahmslos alles, was in ihm erzählt wird, wahr ist." (Jungle World über "Provinz Berlin")
09.11.2008, 20.00 Uhr
Lesung/Performance: Fußball vs. Countrymusik (& neben der spur) www.gerd-dembowski.de
Mehr als nur eine Lesereise. Gerd Dembowski, der in Brighton lebt, liest nicht nur aus seinem aktuellen Buch "Fußball vs. Countrymusik", das 2007 zum Fußballbuch des Jahres nominiert wurde. Das könnte ja jeder. Bei seinen berüchtigten Lesungen puzzelt er seine Texte in ein liebevolles Chaos aus Kinderinstrumenten und eigenem Country- und Folkgesang.
Dabei packt er zusammen, was nicht zusammen gehört: Fußball vs. Counrymusik (Papyrossa Verlag). Aber nicht nur: auch aus seinem gerade entstehenden Road-Roman "neben der spur. Halbwahrheiten um eine Reise durch die USA" trägt er vor. Entwaffnende Kurzgeschichten und amüsant-politische Satire, die mit schonungslos persönlichen Eingängen immer den Weg in ein "großes" gesellschaftliches Thema weisen. Antitainment vom Feinsten.
Dembowski malt Fußball- und Countrywelten in seinen Farben neu: es geht um die Suche nach dem richtigen Fußball im falschen: sein erstes geschossenes Tor als erlebte Bedrohung, seine Flucht vor der WM 2006, seine Anarcho-Expedition durch die USA 2007, die Suche nach dem echten Maradona, das singende Holzfällerhemd Gunter Gabriel und um Fußball als Gesellschaftskitt. Und was haben Auswärtsfahrten zu St. Pauli mit Johnny Cash zu tun? Hören Sie infame Verleumdungen und herzvolle Liebeserklärungen - ein literarischer Drahtseilakt zwischen FIFA-Kongress und besetztem Haus. So wurden Sie noch nie belesen. Erscheinen Sie deshalb möglichst zahlreich, am besten manisch.
Gerd Dembowski (35), ist als Sprecher des Bündnisses Aktiver Fußballfans (BAFF) bekannt geworden mit der Ausstellung ′Tatort Stadion′, die Gerhard Mayer-Vorfelder einst beinahe das Amt des DFB-Präsidenten kostete. Auch der "Spiegel" befand zu Gerhard Schröders Zeiten: "Wo ein Mann wie Dembowski das Wort führt, können auch die Politiker nicht schweigen. Genervt vom wochenlangen Hickhack meldete sich sogar der Kanzler aus seinem Italien-Urlaub zu Wort."
"Dembowski wirft den ganzen Abend um sich, mit wütenden, komischen und nachdenklichen Zeilen, Liedern und Gedanken. Mit dem charmanten Gauner-Lächeln und der Eigenart, ganz oft ganz weit abzuschweifen, punktet er bei seinen Zuhörern." (WAZ)
02.11.2008, 19.00 Uhr
Vernissage: Sechs Fotograf_innen in Murmansk Es ist Monat der Fotografie und sechs Fotograf_innen leisten ihren Beitrag mit Bildern aus Murmansk. Die Ausstellung bleibt einen Monat hängen, dann zieht sie weiter. Bei der Vernissage werden alle Macher_innen anwesend sein.
01.11.2008, 21.00 Uhr
Konzert: KÜNSTLERIN AUS PARIS meets THE BIGGEST SCHNITZEL OF THE UNIVERSE Im Rahmen von Nacht-und-Nebel-Neukölln
Die selbsternannten Superstars "The Biggest Schnitzel in the Universe" fegen mit verwuschelten Haaren und Glitzerkleidchen über die Bühne: "This is a collaborative project amongst some young artists who soon will gentrify your neighborhood, too. We are Schnitzels without a past. We are Schnitzels without a future. We love pathos. We love plastic. We love to swing. We have a fetish for kitchen tools in general and for selecta coffee machines in particular. Schnitzelicious! Enjoy a piece!"
Rassistische Übergriffe auf ausländische Studierende sind in Russland keine Seltenheit. Erst im März 2008 starb ein 20-jähriger Student aus Ghana an den Messerstichen von drei unbekannten Tätern in St. Petersburg. Laut dem Forschungsinstitut SoVa wurden allein seit Beginn diesen Jahres 65 Menschen aus rassistischer Motivation ermordet und 318 Personen verletzt. Die Zahl der von rassistischen Übergriffen betroffenen ausländischen Studierenden hat sich mit dem Anstieg der rassistisch motivierten Gewalttaten in den letzten Jahren erhöht, was vor allem für Studierende aus Asien, Afrika und der arabischen Welt eine wachsende Unsicherheit an ihrem Studienort bedeutet. Die Menschenrechtsorganisation Youth Human Rights Movement arbeitet schon seit einigen Jahren an der Unterstützung ausländischer Studierender, unter anderem durch den Aufbau einer Notruf-Hotline. In der Veranstaltung wird es um folgende Fragen gehen: Wie wirkt sich der Rassismus auf die Alltagssituation der Studierenden aus? Wie reagieren Universitäten und Mitstudierende? Welcher Zusammenhang besteht mit den neo-faschistischen Gruppen? Welche Gegenstrategien und Unterstützungsangebote gibt es? Die Referentin Irina Aksenova ist seit mehreren Jahren bei YHRM-Russland im Bereich Antifaschismus und Antirassimus aktiv.
Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.
25.10.2008, 22.00 Uhr
>> den sternen ent:tanzen << Im Rahmen der Weserrakete 2008
Es bedeutet sich den Sternen zu entreissen, um dann festzustellen, dass die Schwerelosigkeit den Rhytmus vorgibt. Während die Sterne um uns herum tanzen und wir selbst unseren Beat suchen, merken wir dass wir selbst nur ein einzelner Stern unter vielen sind.
Wenn der ganze Kiez durchdreht und sich mit Raketen versucht in ungeahnte Höhen zu katapultieren, werden wir selbstverständlich mit dabei sein und euch das bieten, was wir am besten können: einen besseren Schluck vom falschen Leben. Diesmal mit positionbeziehenden Musikern, visuellen Leckerbissen und DJ-anes, die euch in unserem Kellerfloor mit auf die Reise nehmen von HipHop über Grime zu Techno.
Das ganze findet statt im Rahmen der Weserrakete, einem unkomerziellen Musikfestival im Reuterkiez an dem sich 20 Läden beteiligen. Dabei steht der freie, kostenlose Genuß von Musik im Vordergrund. Mehr zur Weserrakete unter: weserrakete.blogspot.com
Jährlich treffen sich im November am Columbiadamm, Neukölln, aktive
Bundeswehr- und ehemalige Wehrmachtsangehörige, soldatische
Traditionsverbände, Burschenschafter, alte und neue Nazis und viele mehr
zum "Volkstrauertag", um ihre gefallenen Deutschen zu beweinen und sie
gleichzeitig als Opfer zu stilisieren. Wir möchten Euch einen
geschichtlichen Überblick über das bisher Geschehene geben und Euch über
unsere Kritik am sogenannten "Volkstrauertag", die prägnantesten
Denkmäler, aber auch die bisherigen antifaschistischen Aktionen
informieren.
Die Veranstaltung findet statt im Rahmen der antifaschistischen Veranstaltungsreihe "beat up your brain".
Neukölln wird in den Medien oft als Problembezirk gehandelt. Offen
rassistisch sind es meistens die "drogendealenden" Migrant_innen, die
"faulen" Empfänger_innen oder auch die "kulturell unterschiedliche"
Unterschicht, die das Stadtbild prägen sollen. Was die Neuköllner
Kommunalpolitik dazu beiträgt, welche unrühmliche Rolle der
Bezirksbürgermeister Buschkowsky in der ganzen Sache spielt und wie es
in Neukölln wirklich abgeht, wollen wir versuchen kritisch zu beleuchten.
Die Veranstaltung findet statt im Rahmen der antifaschistischen Veranstaltungsreihe "beat up your brain".
09.10.2008, 20.00 Uhr
Infoabend: Tempelhof für Alle FÄLLT AUS !!!
02.10.2008, 20.30 Uhr
Konzert: Berlin zwischen Orient und Okzident Marta Vrarova (Sopran), Erik Jenner (Tenor) und Peter Vasice (Klavier).
Ein besonderer Leckerbissen auf unserer
kulturellen Speisekarte: Getreu dem Motto "Es ist nicht alles Pop was
glänzt" werden wir euch in einer "Soft-Premiere" drei Sternchen des
Gesangs und Klaviers präsentieren, die demnächst auf den großen
Bühnen der Welt ihr Können zum Besten geben - doch davor werden sie
nochmal als Generalprobe quasi im proletarischen Neukölln ihre
Stimmbänder schwingen lassen, um den Genuß der Arien und Duette für alle
zugänglich machen, die sich ein solchen Opern-Abend sonst eher gar nicht
oder selten leisten können oder aber gespannt sind, ob eine Kaschemme
wie die Tristeza und schillernder Operngesang zusammenpassen oder nicht.
Man darf gespannt sein.
BERLIN ZWISCHEN ORIENT UND OKZIDENT
Arien und Duette von Tschaikowski, Dvorak und Smetana
Kleidungsvorschriften gibt es keine und der Eintritt ist wie immer frei.
Dieses Wochenende wird in der Tristeza leckerer selbstgemachter veganer Kuchen verkauft. Der Erlös aus dem Kuchenverkauf geht vollständig an das Projekt U.R.I. zur Planung und Durchführung von Aktivitäten mit den BewohnerInnen des Flüchtlingsheimes Hennigsdorfs. Beim vernaschen leckerer Tortenstückchen geben wir euch gerne Informationen bezüglich des Lagersystems in Brandenburg und zur Initiative U.R.I.
Hintergrund: Während die BewohnerInnen in den Flüchtlingslagern in Berlin, eingeschränkt Möglichkeiten zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben nutzen können, sind Flüchtlinge in Brandenburg durch die gewollte bundesweite gesellschaftliche Exklusion (Residenzpflicht, Sachleistungen, eingeschränkter Arbeitsmarktzugang, Studiums- / Ausbildungsverbot, Unterbringung in örtlich isolierten Lagern) vollkommen abgeschnitten.
Neben den gesetzlichen Ressentiments und der gewollten Perspektivlosigkeit verschärfen in Brandenburg aktive lokale Nazikameradschaften, hohes rechtes Wahlverhalten, kaum existierende kulturelle Strukturen, sowie kaum vorhandene linke oder bürgerlich-liberale, zivilgesellschaftliche Netzwerke, die prekäre Lebenssituation von Flüchtlingen.
Um der Isolation etwas entgegenzusetzen iniitierten einige MitarbeiterInnen der Kontakt- und Beratungsstelle für Flüchtlinge und MigrantInnen e.V. in Berlin Kreuzberg Anfang des Jahres das Projekt "KuB goes Umland". Inhalt dieses Projektes ist es Flüchtlinge in den Heimen im Berliner Umland zu unterstützen.
Hierbei sehen wir unsere Aufgabe, Kontakt zu den HeimbewohnerInnen, eventuell gegebenen politisch aktiven Gruppen sowie "zivilgesellschaftlichen/ bürgerlichen" AkteurInnen vor Ort aufzunehmen, Unterstützungswünsche abzuklären und gemeinsam verschiedenste Aktivitäten zu planen und durchzuführen. Ziel ist es hierbei die unterschiedlichen Personen und Gruppen mit einander bekannt zu machen und zu stärken, so dass nach einem gewissen Zeitraum weitere Unterstützungsarbeit in einem anderen Ort stattfinden kann.
Begonnen haben wir dieses Jahr in Hennigsdorf. Hier existiert mittlerweile eine Initiative mit dem Namen U.R.I. (united against racism and isolation), welches sich aus einigen HeimbewohnerInnen, der dortigen Antifa, Einzelpersonen und uns MitarbeiterInnen der KuB besteht. Gegenwärtig befinden wir uns eher noch in der Kennlernphase somit werden gemeinsame Nachmittage und Partys organisiert. Parallel dazu finden AntiraEinkäufe, Hilfestellung bei Problemen, sowie Soli- und Informationsveranstaltungen statt.
27.09.2008, 15.00 Uhr
Solidarischer Kaffeeklatsch Dieses Wochenende wird in der Tristeza leckerer selbstgemachter Kuchen verkauft. Siehe Sonntag.
Dieses Wochenende wird in der Tristeza leckerer selbstgemachter veganer Kuchen verkauft. Der Erlös aus dem Kuchenverkauf geht vollständig an das Projekt U.R.I. zur Planung und Durchführung von Aktivitäten mit den BewohnerInnen des Flüchtlingsheimes Hennigsdorfs. Beim vernaschen leckerer Tortenstückchen geben wir euch gerne Informationen bezüglich des Lagersystems in Brandenburg und zur Initiative U.R.I.
Hintergrund: Während die BewohnerInnen in den Flüchtlingslagern in Berlin, eingeschränkt Möglichkeiten zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben nutzen können, sind Flüchtlinge in Brandenburg durch die gewollte bundesweite gesellschaftliche Exklusion (Residenzpflicht, Sachleistungen, eingeschränkter Arbeitsmarktzugang, Studiums- / Ausbildungsverbot, Unterbringung in örtlich isolierten Lagern) vollkommen abgeschnitten.
Neben den gesetzlichen Ressentiments und der gewollten Perspektivlosigkeit verschärfen in Brandenburg aktive lokale Nazikameradschaften, hohes rechtes Wahlverhalten, kaum existierende kulturelle Strukturen, sowie kaum vorhandene linke oder bürgerlich-liberale, zivilgesellschaftliche Netzwerke, die prekäre Lebenssituation von Flüchtlingen.
Um der Isolation etwas entgegenzusetzen iniitierten einige MitarbeiterInnen der Kontakt- und Beratungsstelle für Flüchtlinge und MigrantInnen e.V. in Berlin Kreuzberg Anfang des Jahres das Projekt "KuB goes Umland". Inhalt dieses Projektes ist es Flüchtlinge in den Heimen im Berliner Umland zu unterstützen.
Hierbei sehen wir unsere Aufgabe, Kontakt zu den HeimbewohnerInnen, eventuell gegebenen politisch aktiven Gruppen sowie "zivilgesellschaftlichen/ bürgerlichen" AkteurInnen vor Ort aufzunehmen, Unterstützungswünsche abzuklären und gemeinsam verschiedenste Aktivitäten zu planen und durchzuführen. Ziel ist es hierbei die unterschiedlichen Personen und Gruppen mit einander bekannt zu machen und zu stärken, so dass nach einem gewissen Zeitraum weitere Unterstützungsarbeit in einem anderen Ort stattfinden kann.
Begonnen haben wir dieses Jahr in Hennigsdorf. Hier existiert mittlerweile eine Initiative mit dem Namen U.R.I. (united against racism and isolation), welches sich aus einigen HeimbewohnerInnen, der dortigen Antifa, Einzelpersonen und uns MitarbeiterInnen der KuB besteht. Gegenwärtig befinden wir uns eher noch in der Kennlernphase somit werden gemeinsame Nachmittage und Partys organisiert. Parallel dazu finden AntiraEinkäufe, Hilfestellung bei Problemen, sowie Soli- und Informationsveranstaltungen statt.
20.09.2008, 15.00 Uhr
Solidarischer Kaffeeklatsch Dieses Wochenende wird in der Tristeza leckerer selbstgemachter Kuchen verkauft. Siehe Sonntag.
Dieser technisch äußerst knifflige Auftritt läßt uns bereits jetzt graue
Haare wachsen, die Bühne verwandelt sich zum dadaistischen Spektakel,
die verschiedenen Instrumente, Maschinen und sonstigen tonerzeugenden
Maßnahmen müssen vernetzt und verkoppelt werden und ergeben ein
mitreissendes Erlebnis elektronischer Musik.
"Sie sind dada dada in Sound und Singsang. Evolution must be so singen sie! Aktionen und kleine Tänze dudeln auf alten Synthies oder Rhytmusmaschinen. Sie wirbeln und freuen und ärgern, Dr. Treznok & Inox Kapell manchmal insektenschnell!!!"
Infoabend: Das Kopftuch. Mehr als ein Stück Stoff Vortrag und Diskussion mit Fathiyeh Naghibzadeh über die Bedeutung des
islamischen Kopftuchs. Es soll gezeigt werden, dass die Rolle der Frau im Islam
viel komplexer ist als die der "Unterdrückten". Denn das Kopftuch ist nicht nur
ein "Stück Stoff", es fungiert als "göttliches Zeichen" und verweist auf
grundlegende Probleme des Islam. Deshalb stellt auch die oft betonte Beteiligung
von Frauen mit Kopftuch an immer mehr gesellschaftlichen Bereichen keine
Emanzipation dar, sondern verallgemeinert ihre Entrechtung nur. Zur Einleitung werden Ausschnitte aus dem französisch-iranischen Film
"Befreiungsbewegung der iranischen Frauen im Jahre Null" von der Gruppe "Politik
und Psychoanalyse" gezeigt, der die Frauendemonstrationen gegen die
Zwangsverschleierung im Iran im März 1979 dokumentiert. In der Diskussion soll es dann auch um das Verhältnis nichtislamischer Deutscher
zum Islam gehen, und besonders auch um das seltsame Nebeneinander von Islam und
sich links und feministisch verstehender Alternativkultur in Neukölln oder
Kreuzberg.
Fathiyeh Naghibzadeh ist aus dem Iran nach Deutschland geflohen. Sie ist als
Filmemacherin, Autorin und als Mitglied im Mideast Freedom Forum Berlin aktiv.
21.08.2008, 20.00 Uhr
Lesung: "Kopfschüsse" oder: Wer Pisa nicht versteht, muss mit Rütli rechnen Brigitte Pick, die ehemalige Rektorin der Rütli-Schule in Berlin-Neukölln, liest aus ihrem Buch Kopfschüsse. Sie zeigt, wie aus Schulverlierern Schulversager gemacht werden, die auf dem Arbeitsmarkt keine Chancen haben. Sie gibt den Schülern der Hauptschulen ein Gesicht und schildert sie nicht als Rebellen. Sie haben eigentlich ihre Lektion in der selektierenden Schule gut gelernt. Darüber und über vieles mehr können Sie mit ihr diskutieren. Das Programm wird von dem Musiker Stefan Pick und dem Schauspieler Markus Friedmann, der lange beim Berliner Grips-Theater spielte, begleitet. Sie werden unter anderem den Rütli-Schwur in seiner Originalfassung und den von 2006 zum Besten geben, neben anderen Liedern zur Schule. Momo Black, ein ehemaliger Rütli-Schüler, wird über seine Lebenssituation rappen. Das unerschrockene Pisa-Rat-Pack rüttelt an den morschen Mauern des veralteten deutschen Schulsystems, das noch aus dem 19. Jahrhundert stammt.
Tom and Liza are the Wind Whistles and they live together in the suburbs
of Vancouver, Canada. As an indie folk duo, they both sing and both play
acoustic instruments (guitar,bass). Sometimes they play alone and
sometimes they bring friends, more times not. They think they sound like
a cross of Lemonheads and Violent Femmes while people tell them they
sound like a cross of the Decemberists and the Moldy Peaches.
13.08.2008, 20.30 Uhr
Yenga-Turm-Bau-Turnier zum Tag des Mauerbaus Niemand hat die Absicht einen Yenga-Turm zu bauen...
Kommt alle, es wird lustig!
07.08.2008, 20.00 Uhr
Infoabend: Klimacamp-Mobilisierung Nach den ereignisreichen G8-Protesten im letzten Sommer gibt es auch in diesem Jahr zahlreiche politische Camps, beispielsweise das Klimacamp vom 15.-24.8. in Hamburg. Inspiriert von den britischen Klimacamps und den Anti-G8-Protesten im letzten Jahr wird in Hamburg ein Camp errichtet, das unter Anderem zur thematischen Auseinandersetzung mit verschiedenen Aspekten des Klimawandels und zur Vorbereitung von Aktionen, beispielsweise gegen das im Bau befindliche Kohlekraftwerk Moorburg, genutzt werden kann. Parallel zum Klimacamp wird das antirassistischte Camp stattfinden. Um die Idee des Klimacamps präziser vorzustellen, den Vorbereitungsprozess zu reflektieren, einen Überblick über die Lage in Hamburg zu geben, über die Perspektiven des Camps zu diskutieren...und anschließend den Film"reclaim power" über das erste britsiche Klimacamp anzuschauen, laden wir euch herzlich zur Infoveranstaltung am Donnerstag den 7.8. in der Tristeza ein.
Infoabend: Rechtsextremismus und Geschlecht II: Rechtsextremismus und Männlichkeit Esther Lehnert (MBR Berlin), Markus Stieger (Freier Journalist), Moderation: Eike Sanders (Apabiz).
Vor allem rechtsextreme Männer fühlen sich in ihrer eingeforderten Machtposition stetig angegriffen - sei es vom "kastrierenden Kapitalismus", "menschenmanipulierenden" Feministinnen oder auch Einwanderungswellen "hyperpotenter und billigarbeitender Ausländer". All diese Bilder sind hochgradig gegendert und bilden zentrale Elemente rechtsextremer Agitation und Mobilisierung. Hierbei stehen rechtsextreme Positionen nicht auf verlorenem Posten, sondern schließen immer wieder an Diskurse des Mainstreams an.
Wir wollen die zweiteilige Veranstaltung nutzen, um Geschlechterideale, deren Konstruktion, ihre vermeintlich Bedrohung sowie diskursfähige Verteidigungsstrategien in der extremen Rechten zu analysieren und zu diskutieren.
29.07.2008, 20.00 Uhr
Infoabend: Rechtsextremismus und Geschlecht I: Rechtsextreme Frauen Esther Lehnert, Juliane Lang, Wiebke Eltze, (alle MBR Berlin), Moderation: Eike Sanders (apabiz).
Biedere Häkelabende, aktive Funktionärinnen & hippe Kameradinnen? Rechtsextreme Frauen müssen vieles miteinander vereinbaren, was die Zerreißprobe zwischen dem propagierten traditionellen Frauenbild einerseits und dem Anspruch auf eine aktive Rolle im "Kampf der Bewegung" andererseits anbelangt. Organisationen wie der "Ring Nationaler Frauen" versuchen diesen Widerspruch durch die Schaffung von Frauenräumen zu umschiffen sowie Empowerment und Lobbyarbeit miteinander zu verbinden.
In den letzten Jahren sind rechtsextreme Frauen vermehrt in den Blick geraten, sowohl innerhalb als auch außerhalb der extremen Rechten. Alle diese Frauen (und Männer) agieren auf der Basis einer rechtsextremen, rassistischen "Volksgemeinschaft" für die die Konstruktion "richtiger Frauen" und "richtiger Männer" die Grundlage bildet. Zentrales Feindbild stellt die vermeintliche Auflösung der Geschlechtsidentitäten dar.
Wir wollen die zweiteilige Veranstaltung nutzen, um Geschlechterideale, deren Konstruktion, ihre vermeintlich Bedrohung sowie diskursfähige Verteidigungsstrategien in der extremen Rechten zu analysieren und zu diskutieren.
27.07.2008, 14.00 Uhr
Solidarischer Kaffeklatsch: Uckermark AG Gegen das Vergessen!
Die Verwüstungen im ehemaligen Jugend-KZ für Mädchen und junge Frauen
und späteren Vernichtungslager Uckermark sollen beseitigt werden.
Dafür gibt es ab 14h lecker Kuchen (auch veganen).
Ab 16 Uhr gibt es Filme: "Das nannte man ‚asozial′" und "Das so was nie wieder passiert", mit Ausschnitten aus Zeitzeug_inneninterviews, Bildern vom Gedenkort, der durch selbstorganisierte Workcamps zugänglich und als solcher
kenntlich gemacht worden ist.
Hintergrundinfos:
Das ehemalige Jugend-KZ für Mädchen und junge Frauen und spätere Vernichtungslager Uckermark wurde im Frühjahr 1942 von Häftlingen des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück errichtet. 1945 zählte das Lager ca. 1.000 Mädchen und junge Frauen. Ein Erlass von 1937 über die "vorbeugende Verbrechensbekämpfung" hatte die Inhaftierung von als "asozial" kriminalisierten Mädchen möglich gemacht. Im Januar 1945 wurde auf dem Gelände ein Vernichtungslager für Häftlinge aus Ravensbrück eingerichtet. Bis April 1945 wurden dort ca. 5.000 Frauen umgebracht.
Bis heute ist wenig über die Geschichte dieses Konzentrations- und späteren Vernichtungslagers bekannt. Die dort Inhaftierten zählten lange Zeit zu den "vergessenen Verfolgten" des Nationalsozialismus und haben keine öffentliche Anerkennung erfahren.
Entschädigungen für die Überlebenden wurden zunächst gar nicht, dann nur schleppend und in sehr geringem Umfang gezahlt.
Das Stigma "asozial" lebte und lebt auch nach 1945 in den Köpfen der deutschen Bevölkerung weiter, so dass viele der Überlebenden ihre traumatischen Erfahrungen lieber für sich behielten.
Nach 1945 wurde das ehemalige Lagergelände von der Roten Armee, dann GUS-Truppen militärisch genutzt. Auch danach wurde das ehemalige Lager nicht Teil der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, obwohl es eng an das Frauen-KZ angebunden war. Trotzdem gibt es seit 1997 Bemühungen, dieses Lager zu erforschen und einen würdigen Gedenkort zu schaffen. Diese kommen jedoch nicht von offizieller Seite, sondern werden von der Lagergemeinschaft Ravensbrück/ Freundeskreis e.V. und autonomer Selbstorganisierung getragen.
Im April 2008 haben Unbekannte auf dem ehem. Lagergelände randaliert und die Arbeit viele Workcamps zerstört. Der Sachschaden beläuft sich nach unseren Schätzungen auf mindestens 2.000 Euro. Da sich weiterhin niemand in der Verantwortung sieht und die Zuständigkeiten ungeklärt bleiben, ist es nun dem autonomen Engagement überlassen, die Verwüstungen zu beseitigen, bzw. Gestohlenes zu ersetzen. Die Behebung der Schäden im Rahmen des FrauenLesBiTrans-Workcamps 2008 geplant und wir versuchen über verschiedene Aktionen Spendengelder, bzw. Materialien zum Wiederaufbau zu organisieren - eine davon ist diese Soli-Kuchen-Aktion am 26./27.7. Also kommt zahlreich und schlagt euch den Bauch voll!
Falls ihr mehr wissen wollt:
http://www.maedchen-kz-uckermark.de
26.07.2008, 14.00 Uhr
Solidarischer Kaffeklatsch: Uckermark AG Gegen das Vergessen!
Die Verwüstungen im ehemaligen Jugend-KZ für Mädchen und junge Frauen
und späteren Vernichtungslager Uckermark sollen beseitigt werden.
Dafür gibt es ab 14h lecker Kuchen (auch veganen).
Ab 17 Uhr gibt es Filme: "Das nannte man ‚asozial′" und "Das so was nie wieder passiert", mit Ausschnitten aus Zeitzeug_inneninterviews, Bildern vom Gedenkort, der durch selbstorganisierte Workcamps zugänglich und als solcher
kenntlich gemacht worden ist.
Falls ihr mehr wissen wollt:
http://www.maedchen-kz-uckermark.de
18.07.2008, 21.00 Uhr
Ausstellungseröffnung mit Konzert Eröffnung der Punkrock-Comix-Ausstellung von Markus Magenbitter
ab 22 Uhr Konzert mit:
Paul Geigerzähler
(radioaktive Geige, spaltender Gesang)
Er lernte als Kind Geige, die er später in verschiedenen Punkbands zum
Erzeugen von Pogoexzessen missbrauchte. Ende der 90er begann er Lieder
von Erich Mühsam und Kurt Tucholsky zum Geigenspiel zu singen, schrieb
bald darauf auch eigene Werke, die er seitdem auf unzähligen Konzerten
im Dunstkreis (ex)besetzter Häuser zum Besten gibt.
Pascal Briggs
(from Urban Folk to Outlaw Country)
Als Songwriter und Gitarrist von DISTRICT oder manischer Sänger der
PUBLIC TOYS dürfte er einigen "Älteren" noch in lebhafter Erinnerung
geblieben sein. Neben den Aktivitäten in seiner aktuellen Band CORNER
BOYS präsentiert PASCAL BRIGGS zur Zeit auch solo nochmal eine ganz
andere Facette seines musikalischen Outputs.
Der Eintritt ist wie immer frei.
03.07.2008, 20.00 Uhr
Infoabend: Nazi-Codes. Symbole und Lifestyle rechter Jugendlicher. Das Hakenkreuz kennen alle, den Gruß "Heil Hitler" auch. Doch was macht man, wenn solche Inhalte versteckt werden, wenn aus "Heil Hitler" die Zahlenkombination 88 wird?
Was für Außenstehende unauffällig wirkt, hat für diejenigen, die sich auskennen, eine enorme Bedeutung. Die mehr als 120 bekannten Zeichen, die verdeckt oder offen eine politische Orientierung nach rechts mitteilen, sind nicht nur Erkennungsmerkmal für Gleichgesinnte und vermitteln ein Gruppengefühl, sie transportieren auch eine politische Botschaft. Politische Symbole sind nichts anderes als die komprimierte Darstellung der wesentlichen Grundsätze einer Weltanschauung. Ihre Wiedergabe vermittelt einen bestimmten Inhalt, eine Deutung, oder ist gerade bei jugendlichen TrägerInnen erst einmal "nur" Ausdruck eines Gefühls.
Der Vortrag beleuchtet die Codes und Symbole rechter Jugendlicher und ihren Zusammenhang mit ihrem Lifestyle. Die ReferentInnen sind MitarbeiterInnen des apabiz (Antifaschistisches Pressearchiv und Bildungszentrum).
24.06.2008, 20.00 Uhr
EM und keine_r kommt davon Kritisches zu Fussball und Nationalismus von und mit Gerd Dembowski
Nationalfahnenbewimpelte Autokorsos, kaum eine Kneipe ohne Großbildleinwand, König Fussball beherrscht die Welt. Man kennt das von der WM 2006 in Deutschland: Nichts scheint die Schicksalsgemeinschaft so zu bewegen wie elf paar behaarter Männerbeine. Es geht um mehr als ein Stück aufgepumptes Leder im Netz. War die WM 2006 das I-Tüpfelchen einer national-ideologischen Restauration Deutschlands? War wirklich alles friedlich zur WM 2006? Wie wären die rassistischen Exzesse in den deutschen Ligen direkt danach einzuordnen? Wie ernst sind die Initiativen des DFB-Präsidenten Theo Zwanziger zu nehmen? Und was ist von der laufenden EM in Österreich und der Schweiz zu erwarten? Gerd Dembowski, lange Jahre Sprecher des Bündnisses Aktiver Fußballfans (BAFF), bekannt durch die Ausstellungskampagne "Tatort Stadion" lässt "schwarz-rot-geil" zur WM 2006 kritisch Revue passieren, trägt vor und diskutiert, liest Einschätzungen und Polemiken. Sei dabei, wenn dem Zwang mitzufeiern Hausverbot erteilt wird und genieß eine nationalfahnenbefreite Zone!
21.06.2008, 20.00 Uhr
Konzert und Party: dein block, mein kiez Umsonst, drinnen und draußen!
Infoveranstaltung: dein block, mein kiez Emanzipatorische Stadtteilanalyse
auf dem Podium:
- ABQueer, Beratungsstelle für lesbischwule und transgender Lebensweisen
- Friedel54, Selbstorganisierter Stadtteilladen
- Gelegenheiten e.V., Kunst und Kultur in der Weserstr.
- ′Global Ghetto′, Interkulturelles HipHop-Projekt
- Lunte, Autonomer Infoladen
- ORi, Bar-Galerie-Raum für Projekte
- Projektraum H48, Raum für emanzipatorische Bewegung im Kiez
Nord-Neukölln: Zwischen Sonnenallee und Kanal. Zwischen "sozialem Brennpunkt" und "Szenekiez". Es wird sich gestritten, ob es bergauf geht oder bergab. Ob die neuen Kneipen was verändern, die Galerien oder doch der neue "Campus Rütli". Oder ob das Quartiersmanagement versagt hat. Und ob die Veränderungen "Ghettoisierung", "Aufbruchstimmung" oder "Gentrifizierung" darstellen. Das alles interessiert uns nur am Rande.
In den letzten Jahren haben verstärkt alternative, (sub)kulturelle und linke Läden in der Umgebung eröffnet. So auch wir, der kollektiv organisierte Cafe- und Barbetrieb der Tristeza. Uns ist klar, dass wir in die Gestaltung des Kiezes, des Blocks, der Umgebung eingreifen. Und das wollen wir auch tun, sonst wären wir nicht hier. Wir sind Teil der Veränderung, über die zur Zeit soviel geredet wird.
Veränderung verstehen wir dabei nicht ausschließlich negativ oder positiv. War "früher" denn alles besser? Gerade Sexismus, Homophobie, Rassismus und soziale Ungleichheit gab es auch schon vor den hippen Kneipen und jungen Künstler_innen - und wird es auch weiterhin geben.
Wir laden alle an emanzipatorischer Stadtteilpolitik Interessierten ein, um eine erste Analyse vorzunehmen, was sich momentan verändert und was nicht, welche Ausgrenzungs- und Verdrängungsprozesse dies beinhaltet und was wir daraus lernen können. Wir wollen eine linke Positionierung jenseits von "Scheiß Yuppies!" oder "Kein Prenzlauer Berg in Neukölln!". Außerdem wünschen wir uns eine längerfristige Vernetzung, um die Möglichkeiten und Perspektiven emanzipatorischer Stadtteilpolitik zu
diskutieren.
Infoveranstaltung: Herrschaft und Technik - Politische Kritik an der industriellen Produktion und Technik Wo liegen die Wurzeln des industriellen Fortschritts, der planmäßigen Ausbeutung von Umwelt, Mensch und Tier und was hat er uns gebracht? Müssen wir unseren Fernseher, Junk Food und Internet aufgeben, um die Welt als lebenswerten Raum für viele Arten erhalten zu können? Welche Eigentums- und Herrschaftsverhältnisse stecken dahinter? Wie könnte eine Produktion ohne Ausbeutung aussehen? Was könnten erste Schritte einer industriellen Abrüstung sein? Interaktiver Vortrag und Diskussion mit ExpertInnen.
16.06.2008, 20.00 Uhr
Film- und Infoabend über Mumia Abu-Jamal Mumia Abu-Jamal ist seit 1981 politischer Gefangener in den USA. Mit gefälschten Beweisen als vermeintlicher Polizistenmörder zum Tode verurteilt, war es eine weltweite Unterstützer_innenbewegung, die ihn bis heute am Leben gehalten hat.
Seit vielen Jahren versucht er, mit Hilfe eines neuen Verfahrens frei zu kommen. In diesem Frühjahr blockierte erneut ein Gericht diese Bemühungen schwer. Gleichzeitig wurde der Staatsanwaltschaft die Tür zu einem neuen Anlauf für ein Todesurteil geöffnet. Mumia könnte 2008 wieder in akuter Lebensgefahr sein, da mit der Eröffnung eines abgetrennten Verfahrens über Lebenslänglich ohne Bewährung (der aktuelle jur. Stand) oder aber Todesstrafe sehr bald zu rechnen ist. Wir setzen uns seit langer Zeit für Mumias Freiheit ein.
An diesem Abend wollen wir Filmausschnitte aus verschiedenen Jahrzehnten zeigen, über den ehemaligen Black Panther Aktivisten Mumia und seine spätere Arbeit als Journalist berichten sowie die weiteren politischen Hintergründe beleuchten, die zu seiner Verurteilung führten und ihn bis heute im Todestrakt gefangen halten. Auch die Todesstrafe an sich und die privatisierte Gefängnisindustrie der USA sind hierbei von Belang.
veranstaltet vom Berliner Bündnis Freiheit für Mumia Abu-Jamal
12.06.2008, 19.30 Uhr
Infoabend: Heimatschutz - Die ökologische Rechte In den letzten Jahren sind wir in Bewegungszusammenhängen, sei es der Anti-Atom-Bewegung, sei es beim G8-Gipfel, bei GenDreck-Weg-Aktionen, kürzlich sogar in Hamburg bei der Anti-Repressions-Demo gegen §129a immer wieder damit konfrontiert, dass selbst ernannte "Heimatschützer", sei es aus den etablierten rechten Parteien (NPD, ÖDP....), sei es aus den Reihen freier Kameradschaften, in unseren Demos mitlaufen, bei unseren Camps und Aktionen auftreten wollen.
Dass es im Rahmen linker Demos, Camps und Aktionen "Kein(en) Platz für Nazis" gibt, ist hierbei wohl völlig unumstritten. Mit dem Blick auf das (Klima-)Campen im kommenden Sommer wollen wir noch mal einen genauen Blick auf die Hintergründe, die Ideologien und die Argumente der sogenannten "Heimatschützer" werfen.
im Rahmen der Berliner Veranstaltungsreihe zum Klimacamp
07.06.2008, 14.00 Uhr
SOLIDARISCHER KAFFEEKLATSCH: Freiheit für Andrea! Am Wochenende 07./08. Juni, nachmittags ab 14 Uhr.
Solidarischer Kaffeeklatsch mit selbstgebackenem Kuchen. Der Erlös aus dem Kuchenverkauf geht komplett an die Berliner Antifaschistin Andrea, welche am 1. Dezember in Berlin-Neukölln während des Protests gegen einen Nazi-Aufmarsch festgenommen wurde. Sie muss wegen verschiedender politischer Aktionen 14 Monate hinter Gittern verbringen und ist dabei auf Solidarität von außerhalb angewiesen.
05.06.2008, 19.30 Uhr
Infoabend: Esoterik - Nur vermeintlich unpolitisch Die zunehmende Vereinzelung der Menschen hat viele Unsicherheiten mit sich gebracht. Die individuellen Auswege daraus sind ebenso vielfältig: Ob der Glaube an die Kraft von Amuletten, das Erwarten der kosmischen Weltrevolution oder einfach nur "bewusst leben" für eine schönere Wiedergeburt - Esoterik ist nach wie vor angesagt. Dabei ist Wenigen bekannt, auf welchen Wurzeln und Kontinuitäten - auch des Nationalsozialismus - New Age, Hippie-Bewegung und/oder der völkische Naturkult unter anderem beruhen. Die grundlegenden Prinzipien, wie Karmaglaube, der Geschlechterdualismus und die Absage an Rationalität und Materialismus, sind nicht nur alles andere als emanzipativ. Sie sprechen auch ein sich als alternativ empfindendes Publikum an, das rechte Inhalte in Kombination mit einer "spirituellen Selbstbefreiung" entweder hinnimmt oder bereit ist, sie in ihr vermeintlich unpolitisches Weltbild zu integrieren. Dass es dabei sowohl personelle als auch ideologische Überschneidungen in die extreme Rechte gibt, wird selten problematisiert.
Der Vortrag mit anschließender Diskussion bietet einen kurzen Abriss über die historische Entwicklung der "klassischen" Esoterik in Deutschland, streift das Heidentum als deutsche Ausprägung einer völkischen Esoterik und Schnittstelle zu einer "arteigenen" Religion und endet bei den neueren rechten Verschwörungstheorien - mit Bildern und unterhaltsamen Beispielen!
Die Referentin ist Mitarbeiterin des apabiz
29.05.2008, 21.00 Uhr
KLEINKUNSTBÜHNE mit Gitarre und Gesang Von unserer kleinen Bühne aus werden wir verwöhnt mit Musik zum genießen, nachdenken und wegträumen. Für eine kleine Auszeit vom stressigen Alltag.
Gitarre und Gesang von und mit Kristin Gerwien.
26.05.2008, 20.00 Uhr
Filmveranstaltung Film über Pornografie in der DDR.
22.05.2008, 20.00 Uhr
ACHTUNG!!!! NEU! Infoveranstaltung: Von Neonazis und Antifaschismus in Russland Information und Diskussion mit russischen Aktivist_innen.
In letzter Zeit sind immer wieder Informationen über den rassistischen
und faschistischen Terror in Russland an die Öffentlichkeit gekommen. In
den letzten Jahren hat die Zahl der Morde durch militante Neonazis
erheblich zugenommen. Sowohl Migrant_innen als auch Antifaschist_innen
sehen sich mit einer zunehmenden Gefährdung ihres Lebens durch militante
Neonazis konfrontiert. Die Morde sind Ausdruck eines weit verbreiteten
Rassismus, aber auch einer fortschreitenden Radikalisierung rechter
Strukturen in Russland. Verstärkt wird dieses rassistische Klima durch
die herrschende Politik. Die Situation für Menschen, die sich abseits
des Mainstreams bewegen, wird immer schwerer und gefährlicher.
Es gibt in Russland keine großen unabhängigen Gewerkschaften oder
traditionelle demokratische, antirassistische oder antifaschistische
Strukturen. Allerdings existieren inzwischen vielfältige Zusammenhänge
und es gibt unterschiedlichste Aktivitäten sich den Neonazis
entgegenzustellen.
Ein Überblick über die gesellschaftliche Situation in Russland,
Vorstellung der antifaschistischen Bewegung und Diskussion über die
Möglichkeiten der internationalen
Solidarität.
Da Aktivist_innen aus Russland vor Ort sind, gibt es die Möglichkeit
ihnen Fragen zu stellen und mit ihnen zu diskutieren.
In Kooperation mit apabiz (Antifaschistisches Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin).
20.05.2008, 19.00 Uhr
Infoabend: Gesundheit - Migration - Krankheit - Tourismus (Drei Beitrüge zur politischen Logik der Infektion)
Aids kommt aus Afrika? Tuberkulose aus Osteuropa? Seuchendiskurse verweisen weniger auf eine empirische Realitüt als auf sich selbst und die vorherrschende medikale Kultur. Die im seuchenpolizeilichen Diskurs behauptete signifikante Kopplung bestimmter Menschengruppen mit bestimmten Seuchen gilt es kritisch zu beleuchten. Unsere Gruppe setzt sich mit den verschiedenen Facetten von Medizinkritik und Bevölkerungspolitik auseinander. Wir wollen mit euch über die Dimensionen einer gegenseitigen Stabilisierung von Migrationsregime, rassistischen Bildern in der Medizin und Umbau des Zugangs zum Gesundheitssystem diskutieren.
Veranstaltet vom ak medizinkritik
19.05.2008, 20.00 Uhr
Filmveranstaltung Film über die Subkulturszene der DDR aus dieser Zeit.
18.05.2008, 20.00 Uhr
Konzert: Neil Leyton und David Judson Clemmons Neil Leyton ist ein Soul Anarchist im Rock′n′Roll, ein Independent Extremist. David Judson Clemmons steht für wundervolle Gitarrenmusik und tiefgründige Texte. Wir sind gespannt! ...
12.05.2008, 20.00 Uhr
Filmveranstaltung Film über die Punkszene in der DDR aus einem Rückblick.
08.05.2008, 21.00 Uhr
KLEINKUNSTBÜHNE: Brecht-Abend Lesung, Gesang und Klavier am Tag der Befreiung.
Mit Auszügen aus den Flüchtlingsgesprächen, der Drei-Groschen-Oper und anderen Werken.
01.05.2008, 18.00 Uhr
After-Riot-Chillout Wer genug vom Kreuzberger Mai-Spektakel hat oder nie hingehen wollte, kommt nach Neukölln zum Verschnaufen und Vergessen. Billige Molotov-Cocktails, Bierslime, Punkrock und Riot-Videos aus den guten, alten Zeiten. Umsonst und drinnen bis in den nächsten Morgen.
29.04.2008, 21.00 Uhr
Konzert: Trezinox Elektro-Trash-Supershow:
trezinox sind dada
dada in sound und singsang
evolution must be so singen sie!
aktionen und kleine tänze
dudeln auf alten synthies oder rhytmusmaschinen
sie wirbeln und freuen und ärgern,
dr. treznok & inox kapell
manchmal insektenschnell!!!
Eintritt frei.
28.04.2008, 20.00 Uhr
Filmveranstaltung Film über den Alltag in der Ausländerbehörde.
21.04.2008, 20.00 Uhr
Filmveranstaltung Film über die Neonaziszene in Frankfurt/Oder.
17.04.2008, 22.00 Uhr
KLEINKUNSTBÜHNE präsentiert: Nix ist Fix - buntes Kabarett-Spektakel Sobald die Bar sich mit Leben füllt, wird das Ensemble "Nix ist Fix" mit
ihrem Spektakel beginnen. Die Tristeza verwandelt sich in eine große
Bühne und du bist mitten drin. Das Programm nennt sich "Vom Sinn und
Unsinn des Lebens" - alles weitere bleibt Gerücht. Ein Abend voller
Überraschungen. Eintritt frei.
14.04.2008, 20.00 Uhr
Filmveranstaltung Lustiger Film über den Bundestagswahlkampf 2002 in Brandenburg.